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Solothurner Cup: FC Luterbach vs. FC Egerkingen

Florian Nascarella 18.08.2018

«Merci Räphu, nomau 30 Minute schutte und mini Bei wäre explodiert»
Florian Nascarella

 

FCL – FC Egerkingen  3-2  Solothurner Cup, 1. Runde

 

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt am Samstag in Welschenrohr stand am Dienstag das alljährliche Cupspiel an. Obwohl man den Fokus komplett auf die Meisterschaft setzt, wollten sich die Heimboys selbst beweisen, dass man auch mit höherklassigen Teams mithalten kann.
Der Matchplan war auch von Anfang an darauf ausgerichtet: Kein Verstecken, keine Busparkiertaktik – selbstbewusst aufbauen und clever nach vorne spielen.

Gleich von Beginn an konnten die Frljicjungens diese Vorgaben umsetzen. Man liess den Ball gut laufen, zeigte ansprechende Tempowechsel in der Vorwärtsbewegung und stand hinten wie gewohnt sattelfest.
So brachten die Schützenmatter die erste halbe Stunde gut über die Runden und etablierten sich immer mehr als spielbestimmende Mannschaft.
Der erste Torerfolg erfolgte dann zur Freude des Trainerteams und der Mannschaft erneut durch einen Eckball, als Nascarella den Ball auf den 2. Pfosten brachte und Andres nur noch einzunicken brauchte.

Diesen Schwung nahm man mit und spielte sich bis zur Pause immer wieder Offensivaktionen heraus.
Natürlich kamen auch die Gäste zu Chancen, meistens aufgrund des noch nicht ganz sauberen Positionsspiel im zentralen Mittelfeld. Die Dreierkette mit Cadosch, Binggeli und Canonica zeigten erneut eine herausragende Leistung und liessen nichts anbrennen.

In die Pause ging man dann mit einem 1-0 Vorsprung und erfüllte somit die Vorgabe des Trainers– solange wie möglich zu Null zu spielen – mit Bravour.

Die zweite Halbzeit startete ähnlich wie die erste endete. Allerdings mit einem bisschen mehr Spielanteilen für den Gegner. Dank grossem Einsatz und Willen verhinderte man aber fast alle Chancen, bevor sie überhaupt entstanden.
Trotz allem – so wie man das im Fussball halt kennt – kamen die Gäste doch noch zum Ausgleich und bestraften die Luterbacher so für ihre Fahrlässigkeit beim Verwerten der Chancen. Nach einem diskutablen Schiedsrichterentscheid des insgesamt sehr guten Offiziellen wurde dem FC Egerkingen ein Elfmeter zugesprochen. Obwohl Furrer mit der Hand noch dran war, reichte es dennoch für den Ausgleich und das Spiel begann wieder bei 0.

In den folgenden Minuten ergab sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, mit dem glücklicheren Ende für das Heimteam.
Als das Spiel zu kippen drohte, schnappte sich Eric Binggeli den Ball bei einem Freistoss von 20 Metern und drückte ihn in der 67. Minute ganz clever in die Torwartecke.

2-1, erneute Führung.

 

Die nächsten 20 Minuten waren geprägt von viel Defensiv- und Laufarbeit des Heimteams. Da die nächste Runde im Cup zum Greifen nah war, mobilisierte jeder einzelne Spieler noch einmal alle Kräfte und so konnte man einen Angriff nach dem anderen stoppen. Bis zur 85. Minute, als die Egerkinger durch einen Angriff über den Flügel per Kopfball zum Ausgleich kamen.

Fast am Ende der Kräfte und mit bangem Blick auf 30 weitere Minuten versuchte man jetzt alles Mögliche, um doch noch zum dritten Mal in Führung zu gehen und den verdienten Sieg einzufahren. Doch als die 95. und letzte Minute anbrach, waren alle Spieler schon auf eine Verlängerung eingestellt. Alle bis auf Andres.

 

Unser quirlige Blondiboy wurde von mir in Matchberichten schon öfters gelobt, doch was Andres jetzt anstellte, war eine Aktion, die wohl noch lange in Erinnerung bleibt. Reffel trieb den Ball in den gegnerischen 16er, tanzte einen Gegenspieler aus, vernaschte anschliessend 2 weitere auf einmal, band sich kurz die Schuhe neu und richtete die Frisur, liess dann noch den letzten Verteidiger ins Leere laufen und hämmerte den Ball aus 10 Metern ins kurze Eck.

Grenzenloser Jubel ergoss sich über den Torschützen und nach dem Anspiel und sofortigen Abpfiff des Schiedsrichters war das Weiterkommen perfekt.

 

Am Ende möchte ich noch einen Spieler besonders erwähnen. Señor Blanco spielte auf dem linken Flügel eine herausragende Partie. Er überlief seinen Gegenspieler etliche Male und fand immer wieder die Grundlinie, von wo er seine Mitspieler in der Mitte suchte.
Genau so soll die Verteidigung inklusiv Torhüter abermals erwähnt werden. Die Dreierkette gewann gefühlte 107% ihrer Zweikämpfe und spielte in der Vorwärtsbewegung kaum Fehlpässe, was das dominante Spiel der Hausherren erst ermöglichte.

 

Zuletzt geht ein Dank an die Fans, die uns wie immer in grosser Zahl unterstützen. Vielen Dank auch für euren Einsatz.

Highlights:

 

31’   1-0   R. Andres

63’   1-1   A. Krasniqi (P)

67’   2-1   E. Binggeli

85’   2-2   A. Krasniqi

95’   3-2   R. Andres

 

Aufstellung:

 

Furrer – Cadosch, Canonica, Binggeli – Martin Stankovic (C), Nascarella – Blanco, L. Frljic, N. Eugen – Schmid, Andres

Ersatz: Hoxha, Palermo, Kupferschmid

 

Trainer: N. Frljic, L. Fluri

 

Abwesend: Marko Stankovic, F. Simeone, M. Simeone (alle verletzt), Kilic, T. Stankovic (Ferien), Guggisberg, Iseli (beide Federballtraining), Bellabarba (Down Under), Burger (sucht immer noch seinen Autoschlüssel in Welschenrohr).