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1. Mannschaft: FC Luterbach vs. FC Wiedlisbach

Nascarella Florian 20.08.2018

«Was isch das fürne Winku gsi bim Raffi sim Goal? Höchschtens 4 Grad oder?!»
Fabio Canonica

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in der Meisterschaft und im Cup galt es am Samstag nachzuziehen und den ersten Meisterschaftssieg zu bestätigen. Mit einem sehr ausgedünnten Kader empfing man den FC Wiedlisbach auf der Schützenmatte.

Der Matchplan war klar: viel Ballbesitz, viel Geduld und schnelle Tempowechsel. Ein guter Plan in der Theorie, die Praxis ist aber wie so oft schwieriger umzusetzen. In den ersten Minuten hatte das Heimteam nämlich Mühe, mit dem unerwartet frühen Pressing der Gäste umzugehen. Der FCW griff früh an und liess die Luterbacher kaum hinten heraus aufbauen, was zu vielen überhasteten Pässen und folglich Ballverlusten führte.
Trotz Mühe im Spiel konnte man sich dennoch einige Torchancen durch die individuelle Offensivklasse herausspielen. Nach 20 Minuten war es dann erneut ein Eckball, der die erste 100%ige Chance ergab. Am 2. Pfosten kam «Reffi Topscore» frei zum Schuss, konnte den schwierigen Volley aber nicht im Tor versenken.
Einige Minuten später reichte es dann aber zur Führung, als erneut Andres an den Ball kam und mit der Fussspitze Kupferschmid bediente, der per Beinschuss zur Führung traf.
Das Tor, das objektiv gesehen entgegen dem Spielverlauf fiel, beflügelte das Heimteam ein wenig und stärkte das Selbstvertrauen, doch noch immer fand man nicht zu 100% zum gewohnten Spiel zurück. Als sich dann auch noch Schmid unglücklich verletzte, kamen bei einigen Spielern Gedanken auf, ob man das Spiel nicht doch noch aus der Hand geben könnte.

Die Halbzeitpause nutzte Coach N dazu, dem Team eindrücklich aufzuzeigen, was seiner Meinung nach noch nicht funktionierte. Hochmotiviert schwörte man sich noch einmal ein und nahm sich fest vor, vor allem mehr Einsatz und Laufbereitschaft zu zeigen. 

Verletzungsbedingt musste man auch noch den zweiten Wechsel früh tätigen, denn Burger – der schon am Dienstag beim Einlaufen Forfait geben musste – war von Anfang an nur für einen Kurzeinsatz vorgesehen.
Martin Stankovic versuchte, das Kommando im zentralen Mittelfeld zu übernehmen und dem Team die gleiche Stabilität auf der Mittelachse wie unser niederländischer Regisseur zu geben.

Dies klappte auch gut. Das Mittelfeld wurde jetzt etwas stabiler und man merkte dem Team an, dass die Halbzeitansprache fruchtete. Der Einsatz und die Laufbereitschaft waren merklich besser als in den ersten 45 Minuten.

Trotzdem spielte man noch eher vorsichtig und wollte erst einmal hinten die Null halten. Bei Ballgewinn schaltete das Heimteam aber blitzartig um und setzte die Offensivspieler in Szene.
So war es in der 60. Minute Stankovic, der am eigenen 16er einen Zweikampf gewinnen konnte und sogleich den langen Ball in die Spitze suchte, wo Räffel alleine auf den Torhüter zulief und eiskalt zum 2-0 verwertete.

Das Tor gab dem Heimteam endlich das nötige Selbstvertrauen, um das Spiel zu übernehmen und die bessere Mannschaft zu werden. Dabei half es auch, dass dem Gegner langsam die Puste und die Hoffnung, etwas Zählbares von der Schützenmatte mitzunehmen, ausging.
Ein cleveres Team nützt diese Phase eiskalt aus, dachte sich drei Minuten später Raphinho Anderegg, und setzte sich nach einem Einwurf gegen zwei Gegenspieler durch, um aus einem viel zu spitzen Winkel zum 3-0 zu treffen.

Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger entschieden, da auch vom FC Wiedlisbach kaum mehr Gegenwehr vorzufinden war und bei 30 Grad waren auch die Hausherren froh, wenn sie einen halben Gang zurückschrauben konnten.
Das 4-0, das in der 85. Minute fiel, war zwar nicht mehr Siegrelevant, aber trotzdem gern gesehen, da unser Jungstürmer Hoxha sein erstes Profitor erzielen konnte.

An dieser Stelle noch eine Anmerkung des Schreibers:
Als Journalist versuche ich immer, die Fakten so wahrheitsgetreu wie möglich darzulegen. Leider ist mir dies nicht immer gelungen. Im Matchbericht gegen den FC Welschenrohr schlich sich folgender Satz ein:

«Freunde des gepflegten Fussballs hätten sich nach diesem Tor schnell aus dem Staub gemacht, denn was jetzt folgte, war einem Augenschmaus so ähnlich wie Binggelis Fussballspiel dem brasilianischen»

In der 80. Minute im Spiel gegen den FC Wiedlisbach schaltete sich Binggeli in die Offensive ein, wo er einem Gegenspieler ein «Hösi» wie aus dem Lehrbuch schob, gefolgt von einem 200-IQ-Laserpass, den Stürmerstar Reffi unerklärlicherweise nicht voraussah.
Ich bitte die Familie Binggeli und alle Leser vielmals um Entschuldigung.

Zuletzt gilt wie immer ein Dank allen Fans, Supportern und Helfern, die diese Fussballnachmittage erst ermöglichen. Das nächste Spiel findet am Samstag, den 25.8.18 um 19 Uhr in Bettlach statt.

 

Highlights:

22’   1-0   R. Kupferschmid

62’   2-0   R. Andres

65’   3-0   R. Andres

80’   Hösi M. Binggeli

85’   4-0   F. Hoxha

 

Aufstellung:
Furrer – Cadosch, Fluri (C), BinggeliNascarella, Burger – Kupferschmid, L. Frljic, Canonica – Andres, Schmid

Ersatz: Hoxha, Martin Stankovic

Trainer: N. Frljic, L. Fluri

 

Abwesend :

Kilic, M. Simeone, F. Simeone, Iselistein, T. Stankovic (alle Ferien), Marko Stankovic (rekonvaleszent), Palermo (Einsatz bei den C Junioren), Guggisberg, Iseli, Schärlig (neues World of Warcraft Addon), Blanco (jubelt immernoch über Reffis 3-2 gegen Egerkingen), Bellabarba (u??l???sn).