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1. Mannschaft: FC Luterbach vs. FC Niederbipp

Nascarella Florian 20.10.2018

«Wieso bi ig im Matchbricht? I ha doch gar kes Zitat droppt?!» Bernd Probst

Liebe Leser, ich entschuldige mich für die längere Wartezeit und den ausbleibenden Bericht vom Spiel gegen Superga. Seither konnten wir 4 Punkte gegen den FC «Superga» Gerlafingen (3-1) und den Türkischen FC Solothurn (0-0) einfahren.

Nachdem sich das Feld an der Tabellenspitze etwas voneinander entfernt hat und es neu galt, den mit einer beindruckenden Serie glänzenden FC Welschenrohr einzuholen, gab es gegen den Tabellenletzten aus Niederbipp nichts anderes zu erwarten als einen Pflichtsieg. Nach einer schwachen Trainingswoche und mit einigen Verletzungssorgen entschieden sich Frljic und Fluri, zwei Spieler der 2. Mannschaft aufzubieten, um eine etwas breitere Bank zur Verfügung zu haben.
Während dem Einlaufen erfuhr man, dass einem kleinen Virus gelang, was noch kein Verteidiger der Liga geschafft hat: Raphael Andres aus dem Spiel zu nehmen. Unser Topscorer lag krank im Bett und so startete das Heimteam mit einer sehr ungewohnten Aufstellung; Da fast nur Verteidiger und zentrale Mittelfeldspieler zur Verfügung standen, startete Binggeli auf dem Flügel und M. Stankovic und Nascarella spielten in der Sturmspitze.

Die ersten Minuten der Partie verliefen für das Heimteam zwar positiv, allerdings ohne Zählbares. Man versuchte, die Bälle sauber aus der Abwehr ins gegnerische Drittel zu bringen und Cadosch und Canonica schafften dies durch cleveres Variieren zwischen langen Bällen und kurzen Pässen auch hervorragend. Vorne konnte man sich zwar die ein oder andere vielversprechende Situation herausspielen, allerdings merkte man, dass den zwei Stürmern die Erfahrung und der Torinstinkt fehlten. Eine Ausnahme gab es aber in der 15. Minute. Binggeli hatte in der eigenen Hälfte nach einem Ballgewinn am eigenen 16er etwas Platz und sah Nascarella auf dem gegenüberliegenden Flügel, woraufhin er sich dafür entschied, einen lehrbuchmässigen, perfekten Seitenwechsel genau auf Nescels Fuss zu lasern. Noch in ehrfürchtigem Erstaunen darüber, so einen Pass miterleben zu dürfen, verpasste dieser aber den Moment, direkt aufs Tor zu ziehen und musste seinerseits auf einen Laserpass auf Eugen Eulenspiegel zurückgreifen. Egli nahm den Ball dann perfekt an und liess dem Torhüter keine Chance. 1-0 nach einem wunderbaren Angriff.

Die nächsten Minuten nach dem Tor waren dann auch weiterhin eher in den Händen des Heimteams, obwohl die Gäste sich gut verkauften und ihrerseits das ein oder andere Mal einen guten Angriff starteten. Einer dieser Angriffe führte dann in der 25. Minute sogar zum Ausgleichstreffer. Nachdem sich der Bipper Flügelspieler auf der Seite durchgesetzt hat, bediente er von der Grundlinie Vuckovic, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz einzunicken.

Die 20 Minuten bis zur Halbzeit blieben dann grösstenteils ereignislos, aber man merkte den Spielern der Gäste an, dass sie mehr und mehr Mühe hatten, mit dem Tempo mitzuhalten.

Frljic sprach dann in der Pause auch genau das an und verlangte vom Team, geduldiger zu sein und sich auf das präzise Passspiel zu konzentrieren, um Ballverluste zu vermeiden.

Die zweite Halbzeit startete ähnlich, wie die erste endete und das Spiel plätscherte ohne grössere Chancen vor sich hin, woraufhin die Spieler des Heimteams immer wie ungeduldiger wurden, während die Abwehr der Gäste kaum mehr ein Laufduell gewann.

Nachdem Palermo mit Stankovic und Nascarella rotiert hatte und F. Simeone für den verletzten Cadosch spielte, kam Norick Sommer zu seinem Debut in der ersten Mannschaft und versuchte dem Spiel vom Flügel aus noch etwas mehr Schwung zu verleihen.
Etwas später folgte ihm dann auch Schachprofi und Nachwuchsriese Krebs, der seinerseits sein Debut feierte und zusammen mit «Tomo» Stankovic eingewechselt wurde. Die zwei Spieler der 2. Mannschaft und «Baumstammschenkel» Stankovic fügten sich gut ins Spiel ein und passten sich ohne sichtbare Nervosität dem Spiel an. Dennoch vergingen die Minuten und der FC Luterbach erhöhte den Druck stetig, konnte aber immer noch nichts Zählbares herausholen. Egli und Nascarella vergaben in den letzten 10 Minuten noch gute Schussmöglichkeiten und so befand man sich schliesslich schon in der Nachspielzeit.

Nach einem missglückten Angriff des Heimteams und einem ungefährlichen Konter der Gäste konnte Simeone den Ball aus dem eigenen Drittel befreien, indem er Nascarella kurz vor der Mittellinie anspielte. Dieser drehte sich mit dem Ball und hatte viel Platz vor sich, entschied sich aber für das frühe, vertikale Zuspiel [sprich: Laserpass] auf den lauernden Krebs, der seine Schnelligkeit ausnutzte und im vollen Tempo den Ball perfekt annahm, um den Torhüter mit einer sizilianischen Eröffnung zu überwinden und den Gegner endlich Schachmatt zu setzen. 2-1 in der 91. Minute.

Diese so wichtigen 3 Punkte liessen sich die Luterbacher dann nicht mehr nehmen und feierten den nächsten Sieg dieser bisher so starken Hinrunde. Wie immer ein Dank an unsere Fans. Mit euch machen die Spiele doppelt Spass und es ist immer eine Freude, so viele am Spielfeldrand zu sehen.  

Das nächste Spiel findet am Samstag, 20.10. um 19 Uhr in Riedholz statt und ist das letzte vor dem Vorrundenhighlight in Subingen.  

Highlights:
16’   1-0   N. Egli
25’   1-1   D. Vuckovic
48’   doppelter Übersteiger Canonica
91’   2-1   S. Krebs

Aufstellung: Furrer – Cadosch, Fluri (C), Canonica – Burger, Kilic – Binggeli, Egon, L. Frljic – Stankovic, Nascarella
Ersatz: T. Stankovic, M. Palermo, F. Simeone, S. Krebs, N. Sommer
Abwesend: M. Simeone, Schmid, Marko Stankovic (alle verletzt), Andres (krank), Blanco, Guggisberg (Aufgebot gegen Färöer), Hoxha (Schweizer Töfflimeisterschaft), Iseli (gesperrt), Morel (abgebrochener Zehennagel), Sheynbord (Down Under).