> Zurück

1. Mannschaft: FC Luterbach vs. FC Bettlach 1-0

Flury Res 20.04.2019

«Jojo, i bringe öich sVelo de mau verbi» Samuel Willi  

 

Mit 7 Punkten aus den ersten drei Rückrundenspielen, mit denen man am Spitzenduo Welschenrohr und dem Türkischen SC Solothurn dran blieb, trat der FCL am Dienstagabend zu einem Nachholspiel gegen den FC Bettlach an. Im Hinspiel holte man sich dank eines Arbeitssieges und nach Toren von Dinel Stankovic und Reffel Andres einen Sieg. Aufgrund dessen und der Tabellensituation starteten die Boys vom Emmenspitz trotz einiger Ausfälle als Favorit in die Partie.

Da Fluri, Burger und Stankovic allesamt ausfielen, führte Herr Egli das (vom) Heimteam als Captain aufs Feld und zeigte schon beim Sprüchli, dass er sich diese Aufgabe zu Herzen nahm.

Das Spiel startete wie gewohnt gut für den FC Luterbach. Man liess den Ball gut laufen und kam durch schnelle Passstafetten und 1-gegen-1-Situationen auf den Flügeln auch oft bis an die Grundlinie. Die Flügelspieler Iseli und Blanco hielten die Linie gut und öffneten so Räume im Mittelfeld, in die die Techniker Kilic und Canonica mit viel Tempo und Übersicht hineinliefen.

Die Luterbacher spielten geduldig und nahmen sich Zeit, wusste man doch, dass die Offensivspieler früher oder später zuschlagen werden – und sonst hatte man ja noch Binggeli. Dieser erfüllte heute jedoch vermehrt Defensivaufgaben und sorgte zusammen mit Cadosch und Innenverteidiger Meer dafür, dass sich Furrer auf der Linie keine grossen Sorgen zu machen brauchte.

Nach 31 Minuten hatte das Warten dann ein Ende. Nach einem gut ausgespielten Angriff, an den ich mich leider kein bisschen erinnern kann, steht Guggixberg plötzlich mit dem Ball am Fuss am Rand des Fünfmeterraums. Nachdem er es beim ersten Schussversuch mit «max. Genauigkeit» versuchte, entschied er sich beim Abpraller für «max. Power» und tönderte das Leder über die Linie. Frljics Schachzug, Guggisberg heute im Sturm auflaufen zu lassen, stellte sich als max. intelligent heraus, denn Max Toreffizienz traf im dritten Spiel in Folge.  

Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Frljic ermahnte seine Jungs, weiterhin geduldig und hochkonzentriert zu agieren, denn vergangene Spiele haben schon gezeigt, wie eine einzige Unsicherheit Punkte kosten kann.
 
Die zweite Halbzeit war geprägt von Kampf und Elend. Das Heimteam erledigte seine Defensivaufgaben bis auf wenige Ausnahmen weiterhin vorbildlich, während Egli, Simeone und Guggisberg mit den Flügelspielern weiterhin auf Konterchancen warteten.
Im Verlauf der zweiten Hälfte gab es dann die ersten Wechsel beim FCL: Hirsbrunner ersetzte den guten Kilic und fügte sich gleich gut ins Spiel ein, während Morel die zweite Etage besetzte und den fleissigen, aber glücklosen Marco Simeone ersetzte. Einige Minuten später feierten dann noch Nascarella und Bellabarba ihr Rückrundendebüt.
Erstgenannter hatte dann auch bald eine gute Gelegenheit, die Partie zu entscheiden. Nach einem Doppelpass mit Max Spielübersicht lief er aus spitzem Winkel auf Torhüterlegende Willi zu, konnte sich aber nicht zwischen Schuss und Querpass entscheiden und vergab. Somit musste man die letzten zehn Minuten noch einmal um jeden Ball kämpfen. Binggeli übernahm die Aufgabe des «Dreckskerls» und schrie seine Mitspieler zu Höchstleistungen. Der Schrei, mit dem er den inzwischen eingewechselten Tomo Stankovic auf seine Defensivaufgabe hinwies, wird mich noch jahrelang in meinen Träumen verfolgen.
Beim letzten Freistoss der Gäste wagte sich dann sogar Torhüter Willi nach vorne und nach einem jämmerlichen Versuch, der in den Füssen der Ein-Mann-Mauer Egon landete, konnten drei Luterbacher aus der eigenen Hälfte auf den letzten Verteidiger und das leere Tor zulaufen. Egon spielte den Ball zu Nascarella, der ihn in die gegnerische Hälfte trieb. Dort übersah er jedoch, in Gedanken schon beim Ausformulieren dieser Aktion im Matchbericht und immer noch mit Binggelis Kampfschrei in Mark und Bein, die besser postierten Iseli und Egli und produzierte einen so jämmerlichen «Schlungg», dass Sentina bei dessen Anblick in Ehrfurcht erstarrt wäre.

Der Schiedsrichter hatte nach dieser Aktion auch genug gesehen und erliess die Spieler unter die warme Dusche.

Nach 10 Punkten aus 4 Spielen befindet sich der FCL also weiterhin auf einem guten Kurs. Die nächsten Spiele gegen den FC Klus-Balsthal und den FC Attiswil sind dabei wegweisend für den Verlauf der Saison.

Am Ende bedankt sich das Team bei allen Helfern und Zuschauern und gratuliert der zweiten Mannschaft zum Derbysieg am Wochenende.
Übrigens hat die Gilde der Matchberichtschreiber ein neues Mitglied; Sämi Ruoss hat den Derbysieg mit seiner flotten Feder transkribiert und freut sich über Feedback. Am besten Schreiben sie ihm ihre Meinung gleich als SMS mit dem Kennwort «Gruss» an die 920 (70Rp/SMS).

Highlights:

31’      1-0                  Max Guggisberg

93’      Abpfiff             Schiedsrichter  

Aufstellung:  

Furrer – Cadosch, Meer, Binggeli – Kilic, Canonica – Iseli, Egli (C), Blanco – Guggisberg, M. Simeone  

Trainer: N. Frljic, L. Fluri  

Ersatz:

T. Stankovic, Bellabarba, Hirsbrunner, Morel, Nascarella  

Abwesend:

Marko Stankovic, Burger (verletzt), L. Frljic (Ferien), Andres (Meet and Greet mit Ninja), B. Fluri (wurde mit Michael Zork im Martinshof gesichtet), F. Simeone (Arbeit)

 

Bericht: Florian Nascarella